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Die Kirkeler Burg...
...wurde wohl um das Jahr 1000 zur Sicherung der Handelsstrasse von Saarbrücken nach Kaiserlautern als Reichsburg errichtet.
Bereits um 1100 begann für die Burg eine Reihe häufiger Besitzwechsel, oftmals in Folge von Erbteilungen. So gelangte sie um diese Zeit an die Grafen von Saarwerden. Bereits gute 100 Jahre später, um 1214 erfolgt bei diesen eine Teilung ihres Besitzes, aus welcher Graf Heinrich von Saarwerden als neuer Herr von Kirkel hervorgeht.
Nach dessen Tod 1242 erbt sein Neffe Johann von Siersburg die Hälfte der zu diesem Zeitpunkt reichsunmittelbaren Burg und der umliegenden Besitztümer. Die andere Hälfte verblieb bei Saarwerden.
Trotz ihrer Reichsunmittelbarkeit erlangen weder Burg noch Herren von Kirkel eine überregionale Bedeutung.
Die letzten Eigentümer der Burg aus diesen Linien waren Johann IV. von Kirkel (†1386) - mit welchem diese Linie erloschen war und Graf Friedrich III. von Saarwerden, der 1414 als Kölner Erzbischof verstarb.
König Sigismund (ab 1419 römisch-deutscher Kaiser) belehnte die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken mit der Burg. Und so bauen die die Herzöge die Burg im 16. Jh. zu einem herzoglichen Wohn- und Zweibrücker Amtssitz aus.
Es folgt der erste Dreissigjährige Krieg in welchem die Burg die 1653 dem damaligen Herzog Friedrich als Ausweichquartier für die beschädigte Zweibrücker Residenz diente.
Die anschliessend nur noch schwach besetzte Anlage wurde erstmals 1677 durch einen Brand schwer beschädigt. Schliesslich erfolgte eine weitere schwere Beschädigung 1689 durch Inbrandsetzung durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Die Anlage wird 1740 als Steinbruch freigegeben. In den 1950er-Jahren erfolgen ein Wiederaufbau des Bergfrieds, 1965 und 1980 bis heute erfolgten weitere Restaurierungen und Sicherungen der Bausubstanz.
Eigentümer der Burgruine ist heute die Gemeinde Kirkel.
Quelle:
Dr. Stefan Flesch in “Burgen und Schlösser an der Saar”, 3. Aufl., S. 346 - 349
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